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Frauenspezifische Suchtkrankenhilfe

Warum BKE-Frauenarbeit?

Frauen unterscheiden sich von Männern im Hinblick auf die Ursachen von Sucht, die Konsummuster und die benutzten Suchtmittel. Der Alltag während der Suchtphase ist ebenso verschieden, wie die Faktoren, die zum Ausstieg motivieren. Besonders schwerwiegend ist, dass bei suchtmittelabhängigen Frauen häufig eine Koppelung von Sucht- und Gewalt-erfahrung vorliegt (trifft auf 70% bis 90% aller Frauen mit Suchtproblemen zu). Eine andere Seite ist, dass Frauen ihre Suchtprobleme über lange Zeit scheinbar „im Griff haben“, was häufig erst nach einer lang verdeckten Abhängigkeitszeit aufbricht und damit umso schwerwiegendere Folgen für sie und die betroffenen Kinder hat.

Themen, die besonders Frauen in unseren Frauengruppen bewegen, und nicht oft Raum in geschlechtergemischten Gruppen finden, sind. Z.B.

  • Beziehungsmuster, die Abhängigkeiten fördern, erkennen
  • Schutzraum schaffen zum Erkennen und Äußern von Gefühlen
  • Themen zur Entspannung, Selbstbehauptung und -verteidigung, Kommunikation
  • Berufliche Situation und Erwerbstätigkeit klären (Teilzeitarbeit, Mehrfachbelastung, Kinderbetreuungsmöglichkeiten
  • Umgang mit Gefühlen (angenehme und unangenehme Gefühle wahrnehmen und einordnen)
  • sexualisierte Gewalt
  • Sich mit Rollenerwartungsmustern (z.B. Rollenverhalten, Mehrfachbelastung)auseinandersetzen
  • Selbstbestimmung in der Sexualität
  • Kontaktaufnahme und Begegnungen mit anderen Frauen anregen
  • Begegnungen mit anderen Frauen und Mädchen fördern
  • Kreative Ausdrucksmöglichkeiten unterstützen (Hobbies, Sport, Kunst, Kultur)
  • Hilfsangebote für Mütter mit Kindern (z.B.Therapieeinrichtungen für Frauen mit Kindern, Mutter-Kind-Spielgruppen für suchtmittelabhängige Frauen etc.) informieren

Unsere Angebote speziell für Frauen

  • Frauengesprächskreise Ruhr
  • Frauengesprächskreise Ostwestfalen
  • Frauenseminar

Unsere Frauenbeauftragte

Henni Schallenberg aus der Frauengruppen Lengerich ist seit 2008 die Frauenbeauftragte des Landesverbandes.
In dieser Funktion setzt sie sich ein für die Wünsche und Themen der Frauen aus den Reihen des Blauen Kreuzes in der Ev. Kirche.
Darüber hinaus vertritt sie die Interessen der Frauen auch im Arbeitskreis Frau und Sucht, der dem FAS NRW angeschlossen ist,
und sorgt somit auch im politischen Rahmen dafür die frauenspezifischen Themen des Verbandes zu stärken.
Henni Schallenberg ist unter h.schallenberg@bke-nrw.de erreichbar.

Männerspezifische Suchtkrankenhilfe

Warum BKE-Männerarbeit?

Oftmals wird der Gender-Gedanke als reine Frauensache abgetan. Und zwar deshalb, weil vielen noch der Gedanke der "Frauen-Emanzipation" aus den 1980er Jahren in den Köpfen steckt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass auch in der Suchtselbsthilfe vermeintlich der Gedanke gehegt wird, dass Frauen aufgrund ihrer Rolle in der Gesellschaft und der Familie nicht zu kurz kommen dürften.
Weit gefehlt. Männer unterscheiden sich nun mal von Frauen und das nicht nur in der Geschlechterhinsicht. Salopp gesagt; „Frauen ticken anders als Männer und das bedingt, dass Männer wiederum anders ticken als Frauen.“

Allein schon der biologische Unterschied, aber auch die unterschiedliche Rolle in der Gesellschaft weisen auf eine oftmals unterschiedliche Suchtentwicklung und auf eine dementsprechend - unter psychologischen Aspekten gesehen – differenziert anzuwendende therapeutische Behandlung der Suchterkrankung hin.
Männer beginnen i.d.R. aus anderen Gründen zu trinken als Frauen. Männer trinken oftmals anders als Frauen und Männer leiden i. d. R. anders als Frauen.


Auch wenn sich die Rollen der beiden Geschlechter in der heutigen Gesellschaft mit dem zu beobachtenden demografischen Hintergrund immer mehr angleichen werden.

Das Ziel des Gendergedankens in der Suchtselbsthilfe ist, eine hohe Angebotsqualität gleichermaßen für Frauen und Männer sicherzustellen, die auf das jeweilige Geschlecht zugeschnitten ist. Damit wird angestrebt, dass jeder die Möglichkeit hat, seine Fähigkeiten voll zu entfalten. Im Rahmen der herzustellenden Chancengleichheit zwischen weiblichem und männlichem Geschlecht soll Gender als Instrument dienen, auch den Männern den gleichen Zugang von zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln für eine Gesundung und deren Erhalt zu ermöglichen.

Das bedeutet aber auch, dass gerade in den Führungsebenen dementsprechend Konzepte erarbeitet und angeboten werden müssen.

Aus diesem Grund bietet das Blaue Kreuz in der Ev. Kirche entsprechende Veranstaltungen, Seminare und Tagungen an, auf den wir Männer mehr über uns erfahren und vor allen Dingen auch Probleme besprechen können, die wir auch nur unter uns Männern besprechen möchten.

Themen, die wir unter uns besprechen können / möchten

• Selbstwertgefühl / Selbstbewusstsein in der Rolle als Mann
• Auch wir haben Gefühle und dürfen sie zeigen
• Familienverantwortung
• Arbeits- und Erfolgsdruck / Arbeitsplatzerhaltung / Verlust Arbeitsplatz
• Leistungsdruck / Anforderungsprofil der Partnerin
• Sexualität in der nassen Phase und in der Abstinenz
• sexualisierte Gewalt und Gewalt im Allgemeinen in der Partnerschaft
• Beziehungsmuster, die unsere Abstinenz gefährden könnten, erkennen
• Umgang mit dem abstinent lebenden oder Co-abhängigen Partner
• Aufbau von neuen Kontakten, die uns als Mann verstehen


und all das, was wir entweder nur oder ergänzend unter uns Männern ansprechen möchten.

Unsere Angebote, die ausschließlich uns Männern vorbehalten sind:

• Männerseminare
• Männergesprächskreise


Die näheren Hinweise zu Terminen, Örtlichkeiten und Themen sind unserem Veranstaltungskalender auf dieser Homepage zu entnehmen.

Unser Männerbeauftragter
Heinz Hoven ist seit Oktober 2016 unser Männerbeauftragte im Landesvorstand des BKE NRW.
Er vertritt uns bei den Männerseminaren und Männergesprächskreisen und kümmert sich um die Belange der Männer in der Suchtselbsthilfearbeit unseres Verbandes. Für arbeitsspezifische Angelegenheiten und Themenwüsche in der hier angesprochenen Männerarbeit ist er unter
h.hoven@bke-nrw.de erreichbar.

Jugendspezifische Suchtkrankenhilfe

Im Rahmen des "Bergkamener Tages". der vom Landesverband angeboten wird, wurde 1997 erstmals auch eine Jugendgruppe eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt finden jeweils vier Termine für diese Gruppe statt. Die Jugendlichen haben hier die Möglichkeit, sich mit Fragen und Problemen ihrer aktuellen Lebenssituationen kreativ auseinanderzusetzen.

Ziel:

Kinder und Jugendliche sollen dazu motiviert werden, ihr Leben kreativ und engagiert anzugehen und selbständig und selbstbewußt Lebenssinn zu erfahren und Lebenskrisen zu bewältigen.


Leitgedanke:

Da Suchtvorbeugung in unserem Landesverband schwerpunktmäßig sekundär- präventiv orientiert ist und ihre Aufmerksamkeit auf gefährdete Risikogruppen richtet, dient sie gewissermaßen der Gefahrensabwehr und der Schadensbegrenzung. Es gibt einen hohen Bedarf an Selbsthilfegruppen für Jugendliche bzw. junge Erwachsene.

Methodik:

Ein speziell für die Planung und Durchführung des Projektes gebildeter Arbeitskreis wird begleitet durch Vertreter des Landesverbandes des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche und der pädagogischen Mitarbeiterin des Verbandes. Die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an der Planung stellt ein wichtiges Moment dieser Aktion zur Suchtprävention dar. Die Erfahrungen, Entscheidungsprozesse mit beeinflußen zu können, der verbale Austausch über kontroverse Meinungen und Ansichten, akzeptiert und wichtig genommen zu werden und darüber hinaus ein Vertrauensverhältnis aufbauen zu können, stellen bereits Merkmale der suchtpräventiven Arbeit dar.

Bericht aus der Gruppe:

In unserer Gruppe unternehmen wir die unterschiedlichsten Dinge, denn wir gehen davon aus, dass Kinder aus suchtbelasteten Familien und junge Suchtkranke und –gefährdete in soweit benachteiligt sind, dass sie sich und ihre Grenzen nicht in dem Maße kennen lernen können, wie es viele andere können. In unserem Kreis lernen wir, dass der Eine diese Fähigkeiten und Neigungen hat, während der Andere gerade das nicht „gebacken bekommt“ aber etwas ganz anderes beherrscht. So wird unsere Gruppe zu einen sozialen Übungsfeld, wo wir lernen, uns und andere so zu akzeptieren, wie wir sind und darüber hinaus auch ergänzen. So wird das Motto des Blauen Kreuzes in der Ev. Kirche
>>Nehmet einander an, wie euch Christus angenommen hat ( Römer 15,7 )<<

ganz von selbst zu unserem zentralen Arbeitsauftrag, den wir auf diese Weise mit Leben füllen. Selbstverständlich wird dabei der Spaßfaktor sehr groß geschrieben. Es gibt für unsere Gruppenarbeit wenig Regeln, aber diese sind höchst wichtig für unser Zusammensein:

  • jede/r darf sich unserer Gruppe anschließen
  • Gruppenteilnehmer/innen kommen freiwillig zu uns
  • was bei uns besprochen wird, wird nicht weitererzählt

Ein paar Beispiele aus unserer Gruppenarbeit sind: Basteln mit unterschiedlichsten Techniken und Materialien (z.B. auch schon mal Töpfern), Spiele und Gesellschaftsspiele. Immer sollen unsere Tätigkeiten die Gespräche untereinander fördern. Bei all diesen Dingen sind wir natürlich immer auf die Unterstützung durch unsere „erwachsenen“ Freunde im BKE angewiesen. Wir treffen uns immer am Bergkamener Tag in der Friedenskirche in Bergkamen.


Unsere Beauftragte für Kinder- und Jugendarbeit im BKE Iris Koll erreichen Sie unter i.koll@bke-nrw.de

Weitere Informationen über unsere Kinder- und Jugendarbeit finden Sie auf auf  hier.

Was bedeutet angehörig sein?

Das Verhalten eines Menschen der eine Sucht entwickelt, verändert sich in kleinen Schritten.
Er wird unberechenbarer, zunehmend unzuverlässig und unverantwortlich. Die Angehörigen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht unbedingt erkannt haben müssen, dass eine Suchterkrankung vorliegt, reagieren mit Enttäuschung, Verunsicherung und Angst auf diese Veränderung. Sie handeln wie in anderen Krisen auch. Sie übernehmen Verantwortung , managen alle Familienangelegenheiten allein und werden so zur dominierenden Person, die alle Fäden in der Hand hält.
Oft entsteht ein überfürsorgliches und kontrollierendes Verhalten..
Die nicht unbegründete Furcht, die Folgen des Verhaltens des Süchtigen teilen zu müssen , begünstigt das Decken und Entschuldigen, insbesondere wenn eine wirtschaftliche Abhängigkeit zum Süchtigen vorliegt.
Angehörige von Suchtkranken geraten in „ Duldungs – und Katastrophenstress“.
Sie sind über längere Zeit Bedingungen ausgesetzt , die sie glauben nicht verändern zu können.
Oftmals leben Angehörige in Systemen, die für sie unberechenbar sind und in denen sie nicht selten traumatisierenden Erlebnissen wie Erniedrigungen , Beschimpfungen oder gar körperlicher Gewalt ausgesetzt sind.
Die Angehörigen sind mit der Abhängigkeitserkrankung des Familienmitgliedes häufig überfordert und unsicher.

Die täglichen Belastungen können bei den Angehörigen zu Schuld- und Schamgefühl , zu Wut , Verzweiflung , Einsamkeit und Ohnmacht, wie auch zu psychosomatischen Symptomen wie Bluthochdruck, Schlaflosigkeit , Erregungs - / Erschöpfungszuständen und nicht zuletzt zu Ängsten und Depressionen führen.
Besorgte und ratlose Angehörige nehmen oftmals als erste Kontakt zum Suchthilfesystem auf und erfragen Hilfsmöglichkeiten für das betroffene Familienmitglied.
Selten geht es ihnen dabei um Hilfe für die eigene Person.

Als Mitglieder der Fachgruppe Angehörige stehen Daniela Junglas und Uschi Grimm für alle Fragen rund um das Thema "angehörig- mitbetroffen" sein zur Verfügung.
Sie nehmen an Fachtagungen, Seminaren und Netzwerktreffen teil, um aktuelles Wissen in die Gruppen zu bringen und über regelmäßigen Austausch Motivation und Mut zur Gründung neuer Angehörigengruppen zu vermitteln.
Neben der verbandsübergreifenden Arbeit unterstützen sie, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Fachgruppe Menschen im BKE beim Aufbau neuer Angehörigengruppen.

Ausserdem sind sie gemeinsam mit der ganzen Fachgruppe zuständig für die Planung und Durchführung von Angeboten des BKE für Angehörige. So organisieren sie Fachtagungen, Angehörigenseminare und kleinere Vorträge.

Daniela Junglas
E-Mail:   d.junglas@gmx.net

Uschi Grimm
E-Mail:   usch.grimm@t-online.de

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Tel. 0234-49 04 27
Fax 0234-942 22 41
E-Mail: bke@bke-nrw.de

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