Wirksamkeit der Selbsthilfe.

BKE VIELFALT 2'2018web

Für diese Ausgabe der BKE VIELFALT waren wir ganz besonders auf Eure Beiträge, Erfahrungen und Impulse angewiesen. Gemeinsam mit Euch wollen wir uns auf Spurensuche begeben, um das zu identifizieren, was unsere Selbsthilfe wirksam macht. Ihr seid unserer Bitte nachgekommen. Anne und Erwin erzählen uns ihre Lebensgeschichten und lassen uns teilhaben an ihrem Ausstieg aus dem Suchtkreislauf...  weiterlesen »»»

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Statistik 2017 der Sucht-Selbsthilfe

BKE Erhebung der 5 SSHV 2017

Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch die Selbsthilfegruppe. Neu erschienen ist eine Statistik der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände (Blaues Kreuz in Deutschland, BKE Bundesverband, Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe Bundesverband, Guttempler in Deutschland und Kreuzbund) für das Jahr 2017. Die Erhebung enthält wichtige Angaben zur Arbeit in den Sucht-Selbsthilfegruppen… weiterlesen »»»

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Alkohol – weniger ist besser!

Wie erkenne ich, ob ich unter Alkoholsucht leide?

Gewissensbisse nach Alkoholkonsum, der Wunsch unbeobachtet trinken zu können, vergebliche Versuche weniger oder gar keinen Alkohol zu trinken - das sind Kennzeichen dafür, gefährdet oder abhängig zu sein.

Logo Wendepunkt klein „Lebenswelten – Angehörige im Blick“
Ein Projekt geförtert durch die       tk logo

 

zu 1 a): Beschreibung des Projekts/Vorhabens 


Die in unserem Verband bereits seit dem Jahr 2014 in einem Fachbereich engagierten Angehörigen und die in den letzten beiden Jahren neu ausgebildeten Angehörigenbegleitungen wollen mit diesem Projekt die "Lebenswelten" von Angehörigen verstärkt in den Fokus nehmen. Die Mitglieder des Fachbereichs mit den drei untergliederten Fachgruppen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein sind Beauftragte des Bundesverbandes und der Landesverbände des Blauen Kreuzes in der Evangelischen Kirche.

In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit haben sie in den letzten drei Jahren an drei wichtigen Schwerpunktthemen gearbeitet:

1. Entwicklung einer Schulungsreihe „AHA - Angehörige helfen Angehörigen“, die Angehörige dazu befähigt, Hilfsangebote für Angehörige von Suchtkranken zu initiieren und zu Regelangeboten zu entwickeln

2. Förderung der Gleichstellung von Angehörigen und Suchtkranken durch Sensibilisierung der Sucht-Selbsthilfe und der Öffentlichkeit

3. Entwicklung eines Klinikkonzepts zur Etablierung früher Hilfen für Angehörige von Menschen mit einer Suchterkrankung 


In das hier beschriebene Projekt fließen die Erfahrungen mit der Auseinandersetzung mit diesen Schwerpunktthemen ein.
Gleichsam sollen diese drei Bereiche differenziert bearbeitet und weiterentwickelt werden. 


Die Schulungsreihe „AHA - Angehörige helfen Angehörigen“ muss an die veränderten Lebenswelten und vor allem an dem fachlich begründeten Paradigmenwechsel zum Konzept der „Co-Anhängigkeit“ angepasst werden. Dazu müssen die Bedürfnisse von Partnerinnen und Partnern, Kindern und Eltern, Geschwistern, Freundinnen und Freunden, Arbeitskolleginnen und –kollegen von suchtkranken Menschen in den Blick genommen werden. Das Memorandum der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) beschreibt die Situation und die Notwendigkeit der Förderung sehr treffend:

„Die Angebote der Sucht-Selbsthilfe in Gruppen sowie in der persönlichen Beratung und Begleitung richten  sich  sowohl  an  gefährdete  oder  abhängige  Menschen  sowie  an  Angehörige  (und hier  besonders  an  Partnerinnen  oder  Partner).  In  der  Realität  werden  aber  Angehörige  nicht selten übersehen. Ihre Bedürfnisse und Anliegen gehen in der übermächtigen Suchtproblematik und der Hilfe für die/den Betroffene/n unter. Aber auch alte und veraltete Sichtweisen zur Rolle der Angehörigen im Suchtgeschehen tauchen immer wieder auf, wie z.B. der Begriff der „Co-Abhängigkeit“… Gleichwohl ist das Konzept der „Co-Abhängigkeit“ weder notwendig für ein Verständnis familiärer Dynamiken noch bietet es angemessene Möglichkeiten der Unterstützung hilfesuchender Angehöriger. Nach dem Konzept der „Co-Abhängigkeit“ werden Angehörige gleichermaßen zu potenziell  Kranken  erklärt,  deren  Heilungsweg  ausschließlich  in  Form  von  Abgrenzung  zum Suchtkranken möglich ist, unabhängig vom Wunsch des belasteten Paares bzw. des Angehörigen. Angehörige sowie die suchtmittelabhängigen Partner/innen sind jedoch in ihren Bewältigungsbemühungen  und  (Belastungs-)  Reaktionen  differenziert  zu  betrachten.  Sie  haben  ein  Recht auf individuelle Betrachtung ihrer Bedarfe und Bedürfnisse sowie auf individuell abgestimmte Hilfsangebote – sowohl innerhalb der beruflichen Hilfeeinrichtungen sowie auch innerhalb der Sucht-Selbsthilfe. Die Zuschreibung der „Co-Abhängigkeit“ verunsichert und schwächt die Angehörigen zusätzlich. Sie  würdigt  weder  die  ernstgemeinten  und  konstruktiven  Bemühungen, das suchtkranke Familienmitglied zu unterstützen, noch nimmt sie die vielen (unter erschwerten Lebensbedingungen mobilisierten) Stärken und Bewältigungsstrategien Angehöriger ernst. Zudem wird es für Angehörige  schwieriger, angemessen für sich selbst zu sorgen und bei Bedarf einen eigenen Zugang zu einem für sie angemessenen Hilfesystem zu finden, wenn sie mit einer stigmatisierenden Zuschreibung rechnen müssen.“  

 
Damit einher geht das Thema „Gleichstellung“. Das Projekt will darauf hinwirken, dass Hilfs- und Behandlungsangebote für alle Menschen, die von Sucht betroffen sind, gleichermaßen zur Verfügung stehen.
Alle sind gleichermaßen BETROFFEN
und für jeden einzelnen Menschen soll es angemessene und bedarfsgerechte Unterstützung geben. 


Zum einen soll diese Sensibilisierung durch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit im eigenen Verband und darüber hinaus in befreundeten Sucht-Selbsthilfeverbänden sowie der beruflichen Suchthilfe erwirkt werden.


Zum anderen soll eine Schulungsreihe konzipiert werden, die dazu befähigt, in Kooperation mit Fachkliniken und qualifizierten Behandlungsstellen, frühe Hilfen für Angehörige in die entsprechenden Behandlungskonzepte zu verankern.


zu 1 b): Zielsetzung des Projektes


Gesamtziel des Projekts „Lebenswelten – Angehörige im Blick“ ist demnach die Schaffung eines gleichwertigen Hilfs- und Behandlungsangebots für alle BETROFFENEN.

Die Ziele des Projekts im Einzelnen:

  • Aufbau und Stärkung der Hilfsangebote für Angehörige
  • Schaffung leichter Zugänge zum Hilfesystem für Angehörige
  • Verbesserung der Netzwerkarbeit intern und extern mit der beruflichen Suchthilfe
  • Zeitgemäße Darstellung der Angehörigenarbeit in der Öffentlichkeit
  • Sensibilisierung der Allgemeinheit für die Lebenswelten von Angehörigen
  • Respektvolles und wertschätzendes Miteinander
  • Verbesserung der psychischen und physischen Gesundheit von Angehörigen
zu 1 e): Projektaufbau, Projektdurchführung und Projektumsetzung

Das Projekt gliedert sich in drei Projektphasen (drei Jahre) mit verschiedenen Projektbausteinen:

1. Projektphase (01.01.- 31.12.2017)
Projektbausteine 2017:

1. Ein Treffen der Projektsteuerungsgruppe (04.)

2. Zwei zentrale Projektteamtreffen des Fachbereichs Angehörige incl. Coaching/Fortbildung (02. + 02.b)

3. Intervisionstreffen des in 3 regionale Fachgruppen aufgeteilten Projektteams (03.)

4. Erweiterungsseminar „AHA – Angehörige helfen Angehörigen“-Schulungskonzept (06.)

5. Netzwerktreffen zur Optimierung der Kommunikation und Kooperation (05.)

6. Öffentlichkeitsarbeit (Flyer Angehörige im Blick) (11.0

2. Projektphase (01.01.- 31.12.2018)
Projektbausteine 2018:

1.
Ein Treffen der Projektsteuerungsgruppe (04.)

2. Zwei zentrale Projektteamtreffen des Fachbereichs Angehörige incl. Coaching/Fortbildung (02. + 02.b)

3. Intervisionstreffen des in 3 regionale Fachgruppen aufgeteilten Projektteams (03.)

4. 1. Schulungswochenende zum Klinikkonzept (07.)

5. Netzwerktreffen zur Optimierung der Kommunikation und Kooperation (05.)

6. Öffentlichkeitsarbeit (Aufbau des Internetauftritts) (11.)


3. Projektphase (01.01.- 31.12.2019)
Projektbausteine 2019:


1. Ein Treffen der Projektsteuerungsgruppe (04.)

2. Zwei zentrale Projektteamtreffen des Fachbereichs Angehörige incl. Coaching/Fortbildung (02. + 02.b)

3. Intervisionstreffen des in 3 regionale Fachgruppen aufgeteilten Projektteams (03.)

4. 2. Schulungswochenende zum Klinikkonzept (07.)

5. Zukunftswerkstatt zur Sicherung der Nachhaltigkeit (08.)

6. Netzwerktreffen zur Optimierung der Kommunikation und Kooperation (05.)

7. Transferveranstaltung zur Implementierung als Regelangebot (09.)

8. Öffentlichkeitsarbeit (Ausbau des Internetauftritts + Curriculum Klinikkonzept) (11.)



Hilfe zur Selbsthilfe - offen für alle Suchtformen

Hier finden Sie von umfangreichen Informationen bis zum Suchttest alles über die verschiedenen Formen der Sucht.

Gruppenarbeit im BKEGruppenarbeit

Hier finden Gruppenverantwortliche hilfreiche Informationen: Hinweise zu Weiterbildungsseminaren ebenso wie Werbematerial, Förderanträge oder Unterlagen rund um die Arbeit in der Gruppe.

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Angehörige im BKE

Angehörige

Angehörige, Freunde, Bekannte oder Kollegen von Suchtkranken sind individuell mehr oder weniger stark von der Suchterkrankung mit betroffen. Viele entwickeln eine gewisse Abhängigkeit.

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Mitwirken engagieren im BKE

Mitwirken

Suchtselbsthilfe funktioniert nur mit Engagement. Und Engagierten. Mach mit! Ob als Ehrenamtliche/r oder durch Deine tatkräftige Unterstützung – beim BKE bist Du jederzeit herzlich willkommen.

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Über uns

Unabhängig von der Art des Suchtmittels laden wir alle Betroffenen (Suchtkranke, Angehörige) ein, in der Gemeinschaft unserer Gruppen zu einem zufriedenen, suchtmittelfreien Leben zu finden.

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juliti-jugend-im-bkeJULITI – Jugend im BKE

Wir vom BKE klären junge Menschen über die Gefahren eines übermäßigen Konsums von Suchtmitteln und die Folgen einer Suchterkrankung auf und organisieren Veranstaltungen zu diesem Thema. Auch unterstützen wir junge Suchtkranke und Kinder aus suchtbelasteten Familien und helfen ihnen bei der Bewältigung ihres Alltags.

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bke-sucht-im-alterSucht im Alter

Alkohol, Tabletten, Medien und andere Suchtmittel führen auch im hohen Lebensalter zu Missbrauch und Abhängigkeit sowie weiteren schweren gesundheitlichen Schäden. Auch bei illegalen Drogen gibt es eine wachsende Gruppe älterer Konsumenten, deren Bedarf an Hilfe und Unterstützung über die Behandlung der Drogenabhängigkeit hinausgeht.

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BKE Betroffene und Angehörige berichtenBetroffene und Angehörige berichten...

Hier finden Sie Berichte, in denen Betroffene und Angehörige über ihre persönlichen Erfahrungen während ihrer Sucht oder die des Partners schreiben.

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„Hauptsache ich weiß, wie man ins Internet kommt, wie ich E-Mails verfasse und verschicke. Der Rest ist doch uninteressant. Dafür haben wir doch Fachleute.“ Aber Selbsthilfegruppen wollen in der Öffentlichkeit und speziell im Internet auf ihr Anliegen aufmerksam machen… weiterlesen »»»

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