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Mitgliederzeitschrift BKE VIELFALT 2/2018

Liebe BKE-Freundinnen, liebe BKE-Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

BKE VIELFALT 2-2018für diese Ausgabe der BKE VIELFALT waren wir ganz besonders auf Eure Beiträge, Erfahrungen und Impulse angewiesen. Gemeinsam mit Euch wollen wir uns auf Spurensuche begeben, um das zu identifizieren, was unsere Selbsthilfe wirksam macht. Welche Gründe gibt es, die bewirken, dass rund ein Viertel der Menschen in der Sucht-Selbsthilfe allein durch den Besuch der Gruppe ein unabhängiges Leben führen kann?

Ihr seid unserer Bitte nachgekommen und habt Eure Erfahrungen und Meinungen zu dem Thema für diese Ausgabe mit uns geteilt. Anne und Erwin erzählen uns ihre Lebensgeschichten und lassen uns teilhaben an ihrem Ausstieg aus dem Suchtkreislauf.

Erste Eindrücke, welche Ansätze und Bedingungen für eine erfolgsversprechende Gruppenarbeit bedeutsam sind, liefert auch die Befragung, die unser Verband gemeinsam mit einem Forschungsinstitut durchgeführt hat.

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Zwei Frauen erlernen nicht nur in einer Schreibwerkstatt, dass kreatives Schreiben eine wirkungsvolle Verarbeitungsstrategie ist, sondern identifizieren für sich auch die Gründe, warum ihnen die Selbsthilfe so guttut. Jung und Alt erleben an einem Wochenende das „Wunderbare“, wenn es nicht darauf ankommt, wer du bist, wie alt du bist, was du hast oder auch nicht hast, sondern einfach du selbst sein kannst. Und vielleicht beschreibt die „Kleine Ich-Botschaft“ genau den Kern dessen, was in der Selbsthilfe wirkt.

Das Thema zieht sich quer durch diese Ausgabe Eurer Mitgliederzeitschrift. Ihr findet Impulse hierzu in vielen Artikeln und Beiträgen. Das zeigt uns, dass wir alle klarstellen wollen, was unser BKE so wirksam macht und damit das Geheimnis der Selbsthilfe für alle Menschen, die Hilfe suchen, lüften wollen.

Lando Horn
Bundesvorsitzender

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DEZ
05

Statistik 2017 der Sucht-Selbsthilfe erschienen

Jeder fünfte Suchtkranke abstinent durch die Selbsthilfegruppe

BKE Erhebung der 5 SSHV 2017Neu erschienen ist eine Statistik der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände (Blaues Kreuz in Deutschland e.V., BKE – Bundesverband e.V., Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband e.V., Guttempler in Deutschland e.V. und Kreuzbund e.V.) für das Jahr 2017. Die Erhebung enthält wichtige Angaben zur Arbeit in den Sucht-Selbsthilfegruppen, deren Leistungen, zu Entwicklungen und neuen Tendenzen. Finanziell gefördert wurde die Erhebung von der Techniker Krankenkasse.

Grundsätzliche Feststellungen

In 2017 wurden in den 4.110 Gruppenangeboten der fünf Sucht- und Selbsthilfeverbände fast 70.000 Personen erreicht, davon waren es rund 30.000 Frauen und 40.000 Männer, die die Gruppen besuchten. Die Zahl der Angehörigen, die eine Gruppe besuchten, ging in 20 Jahren von ca. 30 % auf 19 % zurück. Hier sehen die fünf Verbände Handlungsbedarf. Interessant ist der starke Anstieg der Abhängigen von illegalen Drogen auf knapp 3.200 Personen im Vergleich zu 2010 (ca. 830 Personen). Dies darf als Indiz für die erfolgreiche suchtstoffübergreifende Arbeit der Verbände gewertet werden.

BKE Erhebung der 5 SSHV 2017 DSAltersstruktur und Rückfallquote

Fast die Hälfte der Gruppenteilnehmenden in den fünf Verbänden ist zwischen 41 und 60 Jahren alt. In dieser Altersgruppe finden die meisten neuen Gruppenteilnehmenden in die Selbsthilfe. Der hohe Anteil der über 60-Jährigen ist mit der außerordentlichen Haltequote und mit rückfallprophylaktischen Gründen verknüpft. Aus der Erhebung ergab sich, dass gut jeder fünfte Suchtkranke durch die Selbsthilfegruppe abstinent geworden ist und kein Angebot der beruflichen Suchthilfe nutzen musste. Insgesamt wurde deutlich, dass die Sucht-Selbsthilfe eine wertvolle Arbeit leistet und dazu beiträgt, dass Suchtkranke abstinent bleiben und nicht zuletzt Behandlungserfolge aus der beruflichen Suchthilfe gesichert werden. So blieben 87 % der Suchtkranken ohne Rückfall. Nur 13 % wurden rückfällig. Ermutigend ist, dass mehr als drei Viertel der rückfällig gewordenen Personen wieder zu einem stabilen abstinenten Leben zurückfinden konnte. Der stellvertretende Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, Dr. Peter Raiser, stellt fest: „Die Erhebung der fünf Sucht-Selbsthilfeverbände zeigt einmal mehr, dass die Sucht-Selbsthilfegruppen ein unverzichtbarer Teil des Suchthilfesystems sind. Durch ihre Arbeit bleiben in Deutschland mehr als 50.000 Suchtkranke suchtfrei bzw. stabilisieren sich nach einem Rückfall.“

Ausbildungen in der Sucht-Selbsthilfe

In den Sucht-Selbsthilfeverbänden haben sich mittlerweile rund 11.000 Menschen zu Gruppenleitenden, ehrenamtlich Mitarbeitenden in der Suchtkrankenhilfe (Grundausbildung) bzw. Mitarbeitenden in der betrieblichen Suchtkrankenhilfe ausbilden lassen, die sich nun in der Selbsthilfe engagieren.

Die Statistik 2017 der fünf Sucht-Selbsthilfe- und Abstinenzverbände kann eingesehen und heruntergeladen werden HIER

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OKT
05

Mitgliederzeitschrift BKE VIELFALT 1/2018

Liebe BKE-Freundinnen, liebe BKE-Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser Ausgabe der BKE VIELFALT machen wir uns auf die Suche nach dem Geheimnis der Selbsthilfe.

Wir haben alle Leserinnen und Leser dazu aufgerufen, uns ihre Ansichten dazu mitzuteilen. In unserem Landesverband NRW wurden beispielsweise die Teilnehmenden unterschiedlicher Veranstaltungen hierzu befragt. Eine beeindruckende Sammlung entstand.

Einzelne Personen haben uns ihre ganz persönlichen Erlebnisse erzählt und lassen uns durch unsere Zeitschrift daran teilhaben.

Was macht unsere Selbsthilfe so erfolgreich, dass jede dritte Person, die unsere Selbsthilfegruppen besucht, allein durch den Besuch der Gruppe den Ausstieg aus der Sucht gefunden hat? Ohne jemals eine Behandlung oder längerfristige Beratung erhalten zu haben.

BKE VIELFALT 12018webDas müsste ja bedeuten, dass Selbsthilfe mir all das bietet, was berufliche Suchthilfe durch Beratung und Behandlung erreicht!? Die Selbsthilfe, die sich auf verbandlicher Ebene für die gesellschaftlichen und politischen Belange der von Sucht betroffenen Menschen einsetzt, die Gruppe, die einen geschützten Raum für Begegnung und Persönliche Weiterentwicklung bietet und jeder einzelne Mensch in der Gruppe, der all das anbietet, was uns bi s zu diesem
Zeitpunkt fehlte.

„Nehmet einander an, wie euch Christus angenommen hat“ (Römer, 15.7) – so steht es in der Satzung unseres BKE. Ist das das Geheimnis unserer Selbsthilfe?

Als Mensch angenommen zu werden, wertgeschätzt zu werden, geliebt zu werden, eine Begegnung auf Augenhöhe zu erfahren?

Für mich persönlich sind es all diese emotionalen „Magic Moments“, die aus unserem BKE ein zu Hause und eine Heimat machen.

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Wir haben mit der Spurensuche begonnen und sind gespannt auf die Eindrücke unserer Leserinnen und Leser zu dieser Frage und auch zu den weiteren Themen, die Inhalt dieser Ausgabe der BKE VIELFALT sind.

Lando Horn
Bundesvorsitzender

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AUG
22

Selbsthilfe sicher im Netz

Liebe Leserin und lieber Leser,

„Selbsthilfe sicher im Netz“ – Handbuch der diakonischen Sucht-Selbsthilfe zu Fragen des sicheren Umgangs mit Daten im Internet.
Muss eine solche Broschüre sein?

Mancher denkt vielleicht: „Hauptsache ich weiß, wie man ins Internet kommt, wie ich E-Mails verfasse und verschicke oder an Informationen komme. Der Rest ist doch uninteressant. Dafür haben wir doch Fachleute.“

Aber Selbsthilfegruppen wollen in der Öffentlichkeit und speziell im Internet auf ihr Anliegen aufmerksam machen und viele sind schon unterwegs im weltweiten Netz. Für sich selbst, aber auch im Auftrag ihrer Gruppe oder ihres Vereins. Das birgt große Chance für die Selbsthilfe, aber auch einige Risiken. Darauf wollen wir in dieser Broschüre aufmerksam machen.

SiN BroschuereDenn es geht nicht nur um Werbung für die Selbsthilfegruppe, sondern auch um die Beachtung gesetzlicher Vorschriften und um so wichtige Fragen wie Datenschutz und Datensicherheit. 
Selbsthilfegruppen basieren auf gegenseitigem Vertrauen. Dieses Vertrauen muss geschützt werden. Nicht jeder will alle Welt wissen lassen, dass er eine Sucht-Selbsthilfegruppe besucht. Und schon gar nicht seine Adresse mit weiteren persönlichen Daten kundtun. Wie schützen wir also die sensiblen Daten unserer Gruppenmitglieder? Das ist eines der zentralen Themen in diesem Leitfaden. Außerdem geht es darum, wie ich mich selbst beim Surfen und bei der Kommunikation im Internet schütze. Wie kommuniziere ich richtig und vor allem sicher mit anderen? 

Andere große Themen betreffen den Aufbau eines Internetauftrittes samt der Rechts- und Gestaltungsfragen, die damit zusammenhängen. Jeder Selbsthilfeverband hat zum Beispiel sein eigenes Erscheinungsbild – was gibt es da zu beachten?

Ein besonderes Kapitel ist den sozialen Medien gewidmet. Das Kapitel gibt einen Überblick über die wichtigsten sozialen Netzwerke und beschäftigt sich mit der Frage, wie diese sinnvoll genutzt werden können.

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Herzlichen Dank allen, die dieses Projekt ermöglicht haben. Insbesondere der Techniker Krankenkasse, die mit einem großzügigen Projektzuschuss die Herstellung dieser Broschüre unterstützt hat.

Einen hilfreichen Gebrauch wünschen die Herausgeber

Blaues Kreuz in der Evangelischen Kirche Bundesverband e.V.
Blaues Kreuz in Deutschland e.V.
Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe – Bundesverband e.V. 
Gesamtverband für Suchthilfe e.V.

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22

Mitgliederzeitschrift BKE VIELFALT 2/2017

Liebe BKE-Freundinnen, liebe BKE-Freunde, liebe Leserinnen und Leser,

auch Arbeit gibt unserem Leben einen Wert, ist Sinn und Sinnhaftigkeit in unserem Leben - BKE-Arbeit im Besonderen!

Wir treffen in unserem Engagement auf viele unterschiedliche Menschen in den Gruppen, den Vereinen, manchmal auch in Gremien oder bei Besuchen in Fachkliniken oder in der Begleitung von neuen Mitgliedern, die in unserem BKE Hilfe suchen.

BKE VIELFALT 2 2017(Titel)

Wir leben alle von dem, was uns Menschen in bedeutungsvollen Stunden unseres Lebens gegeben haben. Alleine sind wir mehr als nur einsam, alleine sind wir nichts.

Verbindungen und Verbindlichkeit wachsen da, wo wir jeden Menschen, dem wir begegnen als einzigartig betrachten und mit ihm wertschätzend und einfühlsam umgehen. – Hauptsache Mensch! Dieses Thema leitet uns durch die vorliegende Ausgabe der BKE VIELFALT und will den Blick dafür weiten und auch schärfen – das Besondere, das Individuelle in uns und unserem Gegenüber zu sehen.

Margot Käßmann sagte einmal: „Ganz gleich, wie lange ein Mensch leben darf, wieviel Kraft ein Mensch hat, oder wie viele Gaben - du u nd ich, wir alle sind Geschöpfe Gottes. Das macht uns alle, jeden einzeln, liebenswert und das Leben lebenswert.“

Das alles ist für uns Sinn des Lebens, Ansporn und Kraft zugleich.

Wenn wir auch nicht immer wissen was es ist, wir fühlen es.

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Es ist ein gutes Gefühl!

Lando Horn
Bundesvorsitzender

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